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Die Walser: Agaro, Ausone und Binntal PDF Drucken

Im Zuge der Völkerwanderungen nach dem Zerfall des römischen Reiches gelangten alemannische Volksgruppen um das Jahr 1000 herum ins obere Rhonetal und liessen sich dort dauerhaft nieder. Im 13. und 14. Jahrhundert bildete dieses kleine Volk in mehreen Alpenregionen neue verstreute Siedlungen, jeweils in den obersten Talschlüssen.

Case Walser
Case Walser
Zwei italienische Regionen waren von den Walserwanderungen betroffen: Die Täler auf der Südseite des Monte Rosa und die Val d’Ossalo, insbesondere die Val Formazza. Die wichtigsten Walserkonlonien in Italien sind: Grenssoney und Issime in der Valle del Lys: Alagna, Rima und Rimella in der Valse; Campello Monti in der Valle STrona; Ornavasso und Migiandone im der unteren Val d’Ossola; Formazza („Pomatt“), Agaro („Agher“), Salecchio („Saley) und Ausone in der oberen Val d’Ossola. Die einzige deutschsprachige Kolonie im Tessin ist Bosco Gurin, östlich der Bergkette der Val Formazza.
Die Kolonisierung des Goms, dieses Hochtals auf rund 1300 m ü. M. im Oberwallis, zwang die Alemannen dazu, Kulturtechniken zu schaffen, die eine ganzjährige Besiedelung in höheren Lagen ermöglichte. Die Walser organisierten den Weidgang und die Heuernte so, dass sie genügend Futter für das Vieh gewinnen und für den langen Winter aufbewahren konnten. Sie entwickelten eigene Techniken, um das Wasser von den Gletschern zu ihren Wiesen und Äckern zu führen, um ihre Siedlungen vor Lawinenniedergängen zu schützen, um Strassen zu bauen und Schluchten zu überwinden. Auch lernten sie da Lärchenholz für den Bau von Häusern und Stallscheunen zu nutzen.
Die Wanderungen der Walser waren die letzte Besiedelungsbewegung einer Volksgruppe in den Alpen. Sie zeugen von der grundsätzlichen politischen und juristischen Veränderung der feudalen Ordnung des Mittelalters. Die Walser waren nicht mehr länger Leibeigene, sondern freie Siedler.
Die lepontinischen Alpen sind Walser Alpen. Denn das ganze Binntal, das Pomatt, Agher und Ausone sind Walser Siedlungen.
Eine besondere Geschichte erlebte Agher, ein Walserdorf, das es heute nicht mehr gibt. Wo sich einst Häuser und Wiesen erstreckten, liegt heute ein grosser Stausee für die Stromproduktion für die Städte und Industrien. Vom intensiven Leben, das ein kleine Gemeinschaft während sieben Jahrhunderten geführt hat, blieb nichts mehr übrig – bis auf einige schwache Spur im Gedächtnis.
Agaro
Agaro
Agher und as benachbarte Dorf Ausone waren am Ende des 13. Jahrhunderts von Walser Siedlern aus dem Binntal gegründet worden. Menschen von weither, ausgerüstet mit Äxten und Sensen, begannen taschentuchgrosse Landflecken zwischen den Felsen urbar zu machen und bauten ihre Häuser unterhalb der Schutzwälder. Die raue Lebenswelt war die der Berge (Agaro war die kleinste und die höchst gelegene Gemeinde der Ossolatäler), die Häuser standen im Talgrund, verteilt auf die beiden kleinen Siedlungen Agaro und Margone, nahe an den steilen, felsigen und gnadenlosen Berghängen, wo nur die „heiligen“, am Steilhang klebenden Wälder Schutz vor Lawinen gaben. Die Alpen in der Höhe waren die Stütze der Wirtschaft, die fast ausschliesslich auf der Viehwirtschaft beruhte.
Im Jahr 1938 wurde nach dreijähriger Bauzeit eine 57 Meter Hohe Staumauer gebaut für einen Stausee mit 20 Millionen Kubikmetern Fassungsvermögen. Agher verschwand nach siebenhundert Jahren freien Lebens in den Fluten.

 
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